01-Treffen 2018 in Maarn

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Heute begann das erste 01-Treffen in Maarn, ausgerichtet vom Inhaber der bekannten Weathering-Firma Becasse. Der Titel der Ausstellung hat nichts mit der Baureihe 01 zu tun, vielmehr weißt der Titel auf die beiden Themen der Ausstellung, Spur 0 und Spur 1, hin.

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In den Vorankündigungen war zu lesen, dass dort in Maarn drei Spur-0-Anlagen und dreimal so viele Spur 1-Anlagen zu sehen seien. Na ja, wer mich kennt, der weiß, dass ich es mit der Spur 1 nicht so habe, aber es sollten immerhin drei Anlagen, die ich noch nicht gesehen habe, zu sehen sein, und das reizte mich schon. Auf die Spur 1 gehe ich als Spur 0er nicht weiter ein. In der Vorankündigung hieß es, dass Maarn 75 Autofahrminuten von Oberhausen entfernt sei. Von meinem Heimatbahnhof aus waren es sogar nur 65 Minuten, so dass heute der Weg zurückgelegt wurde.

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Die Ausstellung fand in einem Bürger- oder Gemeindezentrum mitten in Maarn (Sitz der Firma Becasse) statt. Nach betreten der Ausstellung fiel eine Segmentanlage in Spur 1 ins Auge, so das ich schnell weitergegangen bin. Direkt dahinter der Zugang zu den weiteren Räumen, aber hier musste erst einmal der Eintritt bezahlt werden. 10,- € betrug dieser, was meines Erachtens schon was hoch ist.

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Im ersten Raum fand ich die Anlage Oberammergau von Hendrik-Jan Knoop. Bei dieser Anlage handelt es sich um den Bahnhof Oberammergau, an dessen Ausfahrt ein kleiner Abstellbahnhof auf einer Schwenkbühne anschließt. Die eingesetzten Fahrzeuge sind alle gealtert und der Ausbau gibt die typische Situation vom Bahnhof Oberammergau, wie er mal gewesen ist, wieder. Heute hat der „Bahnhof“ Oberammergau nur noch ein Gleis und das Bahnhofsareal ist komplett überbaut – dementsprechend war der Blick auf diese Anlage ein Blick in die Vergangenheit. Die Szenen auf der Anlage sind schon ausgebaut, eine Oberleitung fehlt (noch).

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Überblick über den Bahnhof Oberammergau

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Betrieb in Oberammergau

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Kleine Ladeszene

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Eine gealterte E69 in Oberammergau

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Die Schwenkbühne als Abstellbahnhof

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Die nächste Anlage mit Namen Weingarten stammt von Theo v. Wijngaarden und reichte über die Längswand des Ausstellungsraums. Thema ist ein Nebenbahnbahnhof zwischen zwei Abstellbahnhöfen, in dem munter Betrieb gemacht wurde. Die Anlage ist komplett durchgestaltet und bietet einige „Eye-Catcher“.

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Der kleinere der beiden Abstellbahnhöfe

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Die Grenze zwischen Bahnhof und Abstellbahnhof

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Der Bahnhof Weingarten

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Überblick über die Bahnhofsmitte

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Es wird rangiert

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Gut gestalteter Bahnübergang

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Blick in den Bahnhof

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Der große Abstellbahnhof

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In der Mitte des Raumes fand ich einen Hersteller, den ich noch nicht kannte: Paul Dirkzwager (http://www.dirkzwager.net) stellt Feldbahnfahrzeuge für 0e her. Auf seinem Stand waren ein betriebsfähiges Diorama sowie viele Lokomotiv- und Wagenmodelle zu sehen. Interessierten Feldbahnfreunden sei der Blick auf die Homepage empfohlen, die Modelle sind für unsere Verhältnisse preiswert zu nennen und wirken im Betrieb sehr gut.

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Blick über das Betriebsdiorama

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Im Kreis herum…

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Mit einem neuen Führerhaus gewinnt die Magic-Train-Lok!

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Ein paar Loren und Loks

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Viele Feldbahnloks!

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Im Nachbarraum war fast nur Spur 1 zu finden, nur hinten in der hintersten Ecke war ein Stand von Joachim mit seinem bekannten Sortiment zu finden. Natürlich hat er neben der Spur 0 auch Spur 1 im Sortiment, was für den heutigen Anlass gut war. Da wir uns erst neulich in Hagen gesehen hatten, habe ich mir das Sortiment nicht näher angesehen, sondern bin nach einem netten Gespräch weitergezogen.

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Im Durchgang zum letzten Ausstellungsraum fand ich die „Torfbahn Hinrichsmoor“, die erst kurz vor der Ausstellung fertiggestellt wurde und quasi die Lücke, die durch die kurzfristige Absage von MBW entstanden war, gefüllt hat. Auf den ersten Blick wirkte die Anlage etwas dunkel und unheimlich, aber das war ein Irrtum, zeigte die Anlage doch einen Blick in ein Moor nach einem spätnachmittäglichen Gewitter! Die Lichtstimmung kurz vor Sonnenuntergang ist genial wiedergegeben worden und kann mit den Handybildern kaum richtig wiedergegeben werden! Das Licht und der passende Hintergrund erzeugen eine tolle Stimmung und es machte viel Spaß, den vorbildlich langsamfahrenden Loks mit passendem Sound zuzusehen. Beinahe hätte ich es versäumt, Bilder zu machen, doch hier noch ein paar Anblicke:

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Am linken  Ende der Anlage arbeitete ein einsamer Angestellter

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Augenscheinlich entstand die Lok im 3D-Druckverfahren

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Dunkles Wasser im Moor…

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Verladung direkt auf ein Boot ist möglich

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Langsam mit entsprechendem Sound kommt ein Zug aus dem Moor,

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Hier wird Torf gestochen

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Eine herrliche Torfmoor-Szene

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Im letzten Ausstellungsraum war ein großer Stand von Lutz Hofmann (http://www.hofmanns-modellbau.de) zu finden, an dem sehr viele Ausgestaltungsteile für den Anlagenbau zu finden sind. Das Angebot von Lutz Hofmann zu beschreiben mag an dieser Stelle nicht gelingen, zu vielfältig ist es eben. Vom Tischtelefon über Wandfernsprecher, Telefonzellen, Dieseltankstellen, Zapfsäulen und und und wäre viel zu viel aufzuzählen. Das Besondere an Lutz Hofmann ist, dass er ein offenes Ohr für seine Kunden hat und vieles auch im Einzelauftrag anfertigt. Man muss nur mit ihm reden, da ist vieles möglich. Ansonsten seien ein Blick auf seine Homepage oder ein Besuch an seinem Stand, beispielsweise in Gießen, empfohlen.

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Das war der kurze Bericht von meinem Rundgang über das erste 01-Treffen 2018 in Maarn. Rein subjektiv war viel zu viel Spur 1 zu finden, was aber den positiven Eindruck über die gezeigten Spur 0-Anlagen nicht schmälern mag. Die Anlagen boten eine sehr hohe Qualität und waren sehr schön anzusehen. Gerne hätte ich noch ein paar mehr Spur-0-Anbieter (Händler oder Hersteller) gesehen, aber vielleicht geht da ja nächstes Jahr mehr? Zu wünschen wäre es.

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Persönlich gefällt mir der Trend, der sich durch die „kleinen“ Ausstellungen wie in Menden und Maarn abzeichnet: Kleinere lokale Veranstaltungen da, wo viele Interessenten wohnen als Gegenpol zur „Hauptmesse“ in Gießen – wer nicht nach Gießen kann, findet vielleicht vor Ort bei den kleineren Veranstaltungen, was er sucht. Deswegen wünsche ich mir, dass eben diese kleinen Veranstaltungen wie Menden und Maarn in den nächsten Jahren weiter wachsen und gedeihen mögen!

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