Neu von Moog: Das Gleissperrsignal

 

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Das Thema „Signale für die Spur 0“ ist ein spannendes Thema, es gibt mittlerweile einige Anbieter, die verschiedene Signale anbieten. Zuerst kamen die Formhauptsignale von mehreren Anbietern, nun geht es mit den Gleissperrsignalen weiter. Ein neuer Anbieter von Gleissperrsignalen ist Jürgen Moog (0mobau).

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Die Teilnehmer des diesjährigen Lötworkshops auf Norderney hatten Mitte Januar die Möglichkeit, am letzten Tag ein paar Prototypen des nun neuen Gleissperrsignals von Jürgen Moog zusammen zu löten – so auch ich.

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Doch was ist ein Gleissperrsignal? Das Gleissperrsignal wird bei der Bahn seit 1926 eingesetzt. Diese frühen Gleissperrsignale hatten als bewegliches Signalbauteil einen Blechkranz mit innenliegenden Balken, der sich drehen konnte. Für die Signalbezeichnung war hinter dem Signalkasten ein Blech angebracht, an dessen Spitze die Bezeichnung zu finden war. Bereits 1936 wurde dieses Signal überarbeitet: Der Blechkranz um den Balken verschwand und auch auf das Blech mit der Signalbezeichnung wurde verzichtet – die Bezeichnung stand nun vorne auf dem Signalkasten. Bei der DB waren beide Bauformen bis in die 70er Jahre im Einsatz.

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Gleissperrsignale können zwei Signalbilder zeigen: Sh0 und Sh1

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Sh0: Der Balken vor dem weißen Kreis steht waagerecht, auf der Rückseite sind zwei kleine weiße runde Scheiben, die nachts beleuchtet sind, sichtbar. Die Bedeutung ist: „Halt! Fahrverbot!“ An diesem Sh0 darf kein Fahrzeug vorbei fahren.

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Sh1: Der Balken vor dem weißen Kreis steigt nach rechts oben, auf der Rückseite ist nur eine kleine weiße Scheibe, die nachts beleuchtet ist, sichtbar. Die Bedeutung ist: „Fahrverbot aufgehoben“. Nun darf an diesem Signal vorbei gefahren werden.

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Bei der Deutschen Bundesbahn konnte bis 1997 an manchen Gleissperrsignalen eine kleine auf der Spitze stehende weiße Raute mit schwarzem Rand gesehen werden. Diese Raute sagte einem Lokführer einer unbegleiteten Rangierfahrt (Rangierfahrt ohne Rangierleiter, in der Regel nur einzeln fahrende Loks oder Triebwagen), dass das Signalbild Sh1 für sie nicht nur die Info war, dass das Fahrverbot aufgehoben ist, sondern auch gleichzeitig der Fahrauftrag, den ansonsten ein Rangierleiter an der Rangierfahrt gegeben hätte.

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Gleissperrsignale werden bei der Bahn nur da aufgestellt, wo sie auch benötigt werden. Also nur da, wo regelmäßig rangiert wird und die Freigabe zum Rangieren nicht mündlich erteilt werden kann. Also stehen sie nicht an jedem Gleis im Bahnhof, sondern wirklich nur da, wo sie benötigt werden. Aber sie werden auch als Flankenschutzeinrichtung aufgestellt. Diese Bauform der Gleissperrsignale wird nur bei mechanischen und bei elektromechanischen Stellwerken eingesetzt.

Hiergib es mehr Infos zu den Signalen im Rangierdienst!

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Zurück zum neuen Gleissperrsignal. Der Bausatz besteht sowohl aus Messing-Ätz-Teilen wie auch aus Messing-Feinguss-Teilen. Durch die optimierte Anwendung der verschiedenen Herstellungstechniken ist ein Bausatz entstanden, der eine sehr feine Detailierung aufweist.

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Die Montage des Bausatzes selbst ist, wenn man sich an die Anleitung hält, problemlos auch für Bastler ohne große Löterfahrungen möglich. Ich habe den Bausatz innerhalb von knapp zwei Stunden lackierfertig zusammengelötet gehabt. Die Ätz-Teile ließen sich problemlos mit den Guss-Teilen zusammenlöten.

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Nach Montage und Lackierung erhält der Modellbauer ein exaktes Modell eines Gleissperrsignals, wie es bei mechanischen und elektromechanischen Stellwerken zur Anwendung kam und kommt.

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Die folgenden Bilder zeigen das montierte Sperrsignal von vorne, von der Seite und von hinten:

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gs1
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gs2
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gs3
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Alle im Beitrag erwähnten Versionen können aus diesem Bausatz gebaut werden, dieses Bild aus der Bauanleitung zeigt die möglichen Varianten:

gs5
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Der Bausatz ist so ausgelegt, dass sowohl die Ursprungsbauform von 1926 wie auch die modifizierte Variante ab 1936 gebaut werden kann. Auch sind die für die Epoche II typischen „Hütchen“ mit der Signalbezeichnung vorhanden. Die DB-typische auf der Spitze stehende weiße Raute fehlt natürlich im Bausatzumfang auch nicht (auch wenn sie mir missglückt ist – siehe erstes Bild).

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Das Signal ist natürlich von innen beleuchtet, die LED-Beleuchtung gehört zum Bausatzumfang. Die Beleuchtung ist so konstruiert, dass die innenliegende Welle des Signals keinen Schatten wirft! Es gibt also eine optimale Beleuchtung des Signalbilds!

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Der Bausatz wird von Jürgen Moog für 48,90 € angeboten und hat die Bestellnummer 5300. Wer nicht selber bauen möchte, kann sich das Sperrsignal auch für 51,30 € montieren lassen (Montage hat die Bestellnummer 5301). Dieser Link führt zur Bauanleitung.

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Jürgen Moog wird das neue Gleissperrsignal erstmals in wenigen Tagen in Gießen aus- und vorstellen. Vorbestellungen für Gießen sowie normale Bestellungen nimmt er gerne entgegen.

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Mein Fazit: Das neue Gleissperrsignal von Jürgen Moog ist sehr gut detailliert, der Bausatz lässt sich sehr gut zusammenbauen. Alleine deswegen würde ich dieses Signal immer empfehlen!

 

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