Kurz vorgestellt: Gaskesselwagen von MBW

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Nachdem es nun ja Foren gibt, in denen MBW-Produkte nicht mehr besprochen werden dürfen und somit die neuen Produkte auch nicht mehr gezeigt werden dürfen, möchte ich den neuen Gaskesselwagen wenigstens mal kurz in Wort und Bild vorstellen.

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Der neue Gaskesselwagen wurde von MBW recht unspektakulär angekündigt und zum angekündigten Zeitpunkt ausgeliefert. Zur Auslieferung gelangten verschiedene Modelle, sowohl in Epoche III wie auch IV.

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Ich habe mir einen BASF-Gaskesselwagen aus dem Zug, den Herr Elze dem Spur-0-MEC Niederrhein e.V. geschenkt hat (Bericht Homepage Spur-0-MEC Niederrhein e.V.) vorgenommen und näher angesehen.

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Der Wagen macht im Gleis einen guten Eindruck und gibt den Anblick eines typischen Nachkriegsgaskesselwagens, der Deutschen Bundesbahn eingestellt war, samt Sonnendach gut wieder.

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Das Sonnendach steht an den Kesselenden vorbildgerecht über, damit unterscheidet sich das neue MBW-Modell sehr deutlich vom alten Lima-Gaskesselwagen. Es gibt Stimmen, die den Überstand des Sonnendachs als zu groß bezeichnen, aber ich habe Bilder im www gefunden, auf denen die Wagen den gleichen großen Überstand hatten. Nun muss noch angemerkt werden, dass Kesselwagen bei der Deutschen Bundesbahn grundsätzlich private Wagen waren, die somit keiner Baureihenbeschreibung der DB entsprachen, es waren also viele Varianten möglich.

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Aus der Rangierersicht ist das neue Modell ein typischer Gaskesselwagen mit massivem Bremsbühnengeländer. Aufgrund der Verwendung der NEM-Kupplung fehlt die Umlenkung der Handbremskurbel unter der Pufferbohle sowie Andeutungen von Bremsschläuchen. Leider fehlt auch ein Zughaken, so dass Wagen mit Original-Hakenkupplung nicht provisorisch angekuppelt werden können. Dadurch wirkt die Pufferbohle etwas nackt. Die Pufferplatten der gefederten Puffer wirken auch sehr massiv, die Verschraubung hingegen etwas zu zierlich. Aber eine Pufferbohle sieht man bei einem Wagen im Zugverband so gut wie nicht.

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Werfen wir noch einen Blick auf das Laufwerk und unter den Wagen. Das Modell ist mit den schon von den Fal- und Tal-Wagen aus gleichem Hause bekannten Drehgestellen ausgerüstet. Sie sind ordentlich graviert und machen einen guten Eindruck. Zwischen den Drehgestellen ist eine Bremse nachgebildet. Komplettiert wird die Bremse mit den Bedienarmaturen am Rahmen, von denen ein Hebel die verkehrte Farbe aufweist – siehe hier.

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Den Kessel ziert ein umlaufender orangener Farbstreifen, der auf unter Druck verflüssigte Gase als Ladegut hinweist. Für diesen Farbstreifen war ab 1953 die Farbe Dunkelgelb vorgeschrieben. Im Rahmen der internationalen Anpassung wurde daraus 1961 Chromgelb (RAL 1007), welches dann Mitte/Ende der 60er Jahre auf Goldgelb (RAL 1004) abgeändert wurde. Und ab 1971 soll dieser Streifen Pastellorange (RAL 2003) ausgeführt sein (alles aus „Anstrich und Bezeichnung von Güterwagen“ von Wolfgang Diener).

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Die Anschriften sind ordentlich ausgeführt und wirken komplett. Die Ausführung der Bedienelemente des Kessels zur Be- und Entladung wirkt auch gut und filigran genug.

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Mein Fazit: Der neue Gaskesselwagen von MBW ist ein solide gemachtes Modell, welche sehr gut geeignet ist, die alten Lima-Kesselwagen auf das Abstellgleis zu schieben. Auch als Einzelläufer wirken sie durch den Farbstreifen sehr auflockernd in einem Güterzug. Einzig die Gestaltung der Pufferbohle könnte trotz der NEM-Kupplung feiner und kompletter sein, insbesondere den Zughaken vermisse ich.

 

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