Güterwagen-Feuerwerk bei MBW

 

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In der kommenden Woche, konkret am 15.04.15, beginnt die diesjährige Intermodellbau in Dortmund. Dort wird MBW zum ersten Mal seinen neuesten Güterwagen, den vierachsigen Druckgaskesselwagen, in Serienausführung vorstellen. Ich hatte das Glück, mir einen der Prototypen für ein paar Fotos ausleihen zu können und zeige hier diesen Prototyp in zwei Bildern.

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MBW-2

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Das Modell in den Bildern ist noch nicht komplett, es fehlt das Sonnenschutzdach auf dem Kessel, ebenso fehlen die Bedienarmaturen für den Kessel und die Bremse. Letztere Bedienhebel werden an diesem Modell erstmalig umstellbar sein (bisher musste man bei MBW-Modellen diese Hebel dazu herausziehen und neu einstecken, das entfällt nun). Der Druckgaskesselwagen wird einen funktionierenden Zettelkasten erhalten. Kurz zum Vorbild bzw. zum Unterschied zum altbekannten Lima-Druckgaskesselwagen: MBW hat als Vorbild eine kürzere Variante als Lima damals gewählt, was den Betreibern kleiner Anlagen zu Gute kommt. Diesen Typ hat es beim Vorbild in verschiedenen Längen gegeben, so dass ich die Wahl eines kürzeren Vorbilds begrüße! Leider stand mir für die Fotos noch kein Serienmodell zur Verfügung, aber in einer Woche wird das Serienmodell in Dortmund zu sehen sein. Vielleicht ein Grund, am MBW-Stand mal vorbei zu sehen? Ich werde mir den neuen Wagen ansehen.

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Zum Feuerwerk gehört natürlich mehr als nur ein neues Modell. Ab dem 15.04.15 wird das Modell des neuen vierachsigen Klappdeckelwagens auf Basis des OOtz 50, der KKt 57, ausgeliefert. Mir stand ein Epoche-IV-Modell, beschriftet als Tad-u 961, zum Fotografieren zur Verfügung.

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Das neue Modell basiert auf dem bekannten MBW-Modell des OOtz 50, wobei die Kupplungsführung gegenüber dem OOtz 50 verbessert worden ist. Zusätzlich zum OOtz 50 sind die 12 Klappdeckel montiert, die das Ladegut vor Witterungseinflüssen schützen.

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Auf dem nachstehenden Bild sind die Klappdeckel deutlich zu sehen:

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Die Deckel lassen sich einzeln öffnen und ragen nach Öffnung wie beim Vorbild aus dem Umgrenzungsprofils des Wagens heraus – der Wagen darf so nicht auf die Strecke gehen.

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Der Blick auf das Anschriftenfeld zeigt saubere Anschriften, die zur Epoche IV passen. Die Ausführung der Ziffern 5 bis 11 der Wagennummer als Engschrift entspricht zwar nicht der DB-Norm, doch gab es diese Variante bei der DB mehrfach. 104 Wagen dieses Typs wurden zwischen 1955 und 1957 gebaut und standen bis längstens 1982 im Dienst. Zwischen 1978 und 1982 wurden die Deckel abgebaut und die Wagen weiter als normale Fad 167 (alt OOtz 50) eingesetzt.

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MBW-21

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Die Ausführung des Wagens ist wie bei MBW gewohnt sehr gut. Das Modell lädt dazu ein, typische Ladegutspuren aufzubringen, denn diese Wagen wurden hauptsächlich im Kalkverkehr eingesetzt, so dass diese Wagen sehr schnell einen weißen Kalk-Überzug erhielten – die DB hielt nur die Anschriftenfelder sauber (damit die Anschriften lesbar blieben), so dass diese Wagen nahezu Weiß auf den Gleisen unterwegs waren.

 

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