Kds 54 und Kds 56 von BRAWA

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Nachdem ich hier schon den offenen Wagen Omm 52 und den Autotransporter Off 52 vorgestellt habe, will ich nun selbiges mit den Kds 54 und 56 nachholen.

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BRAWA hat als drittes Modell den Kds 56 aufgelegt. In diesem Jahr wurde dessen „kleiner Bruder“, der Kds 54, herausgebracht. Bei beiden Wagen handelt es sich um sogenannte Staubbehälterwagen, die mittels Druckluft be- und entladen werden. 

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Der neue Kds 54

Der neue Kds 54

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Und der etwas höhere Kds 56.

Und der etwas höhere Kds 56.

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Die beiden Bilder zeigen deutlich die Unterschiede zwischen den beiden Typen: der Kds 56 ist höher als der Kds 54, kann auch aufgrund seiner Höhe nicht freizügig ins Ausland geschickt werden.

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Die "Breitseite" des Kds 54

Die „Breitseite“ des Kds 54

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Und im Vergleich dazu der Kds 56.

Und im Vergleich dazu der Kds 56.

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Und nun beide nebeneinander

Und nun beide nebeneinander

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Doch nun erst was zum Vorbild:

Nachdem 1953 eine Probeserie von 10 nicht s-fähigen Kd 54 (s-fähig heißt 100 km/h schnell) dem Betrieb übergeben wurden, beschaffte die DB 1954/55 insgesamt 50 Silowagen, die als Kds 54 bezeichnet wurden. Die Wagen mit Doppelschaken-Laufwerken erhalten Behälter mit einem Volumen von insgesamt 25 m³, 15 davon mit Handbremse. 101 Wagen der Baujahre 1954-56 verfügen über Behälter mit 27 m³ Fassungsvermögen und Doppelschaken, 15 davon mit Handbremse am Übergangssteg.

Zwischen 1956 und 1964 werden weitere 1.071 Wagen gebaut. Sie erhielten generell Behälter mit 27 m³ Fassungsvermögen, die Federn wurden an Einfachschaken aufgehängt. 40 Wagen hatten eine Kurbelhandbremse.

Die Wagen eigneten sich für den Transport von Granulaten und Staubgut. Jeder Behälter besass eine mit einem Klappdeckel verschließbare Einfüllöffnung, einen Druckmesser und ein Sicherheitsventil. Die Entleerung erfolgte (staubfrei) mittels extern zugeführter Druckluft mit 2,5 bar. Die Entladerohre begannen im Innern der Behälter oberhalb der porösen Auflockerungsböden und wurden seitlich herausgeführt. Daneben gab es fallweise weitere Sonderausstattungen, wie schwenkbare Bodenentleerungen, zusätzliche Oberluftauflockerung, Behälterummantelungen etc.. Typische Transportgüter sind: Feinkalk oder Kalksteinmehl, Zement, (Quarz-)Sand, Tonmehl, Gips, Zucker. (Auch: Bentonit, Natriumsulfat, Kohlenstaub, Flugasche, Aluminiumoxid, Aluminiumsulfat, Thomasphosphat, Bleimennige, Hydroxide, etc.). Ab 1965 wurden die Kds 54 in Ucs 908 umgezeichnet.

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Unter der Bezeichnung Kds 56 stellte die Deutsche Bundesbahn ab 1955 eine weitere Bauart zweiachsiger Staubbehälterwagen in Dienst. Das Untergestell entsprach dem Kds 54, das Volumen der Behälter wurde auf 2 x 17 m³ vergrößert; damit waren die Wagen nicht mehr RIV-fähig und durften nur eingeschränkt im Ausland verkehren.

Die ersten 50 Kds 56 erhielten wie einige Kds 54 Doppelschaken-Laufwerke. Bis zum Baujahr 1968 wurden Untergestelle mit einer LüP von 8,54 Meter verwendet, ab 1969 kamen solche von 9,04 Meter zum Einsatz. Die weitere Ausstattung mit Klappdeckel, Druckmesser und Sicherheitsventil entsprach den Kds 54. Etwa 40 Wagen waren mit einer Kurbelhandbremse am Übergangssteg ausgestattet. 

Ab 1965 wurden die Kds 56 in Ucs 909 umgezeichnet.

Von beiden Bauarten waren 2004 noch jeweils etwa 200 Wagen im Einsatz.

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Zurück zum Modell:

Beide Modelle sind sehr fein gestaltet, es ist alles dran, was dran gehört – kurz gesagt: Einfach spitze!

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Die feinen Armaturen beim Kds 54

Die feinen Armaturen beim Kds 54…

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...und beim Kds 56

…und beim Kds 56

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Die Laufgitter auf den Behältern sind sehr fein geätzte Bleche!

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Die fein geätzten Bleche auf dem Behälter.

Die fein geätzten Bleche auf dem Behälter. Leider sind die feinen Löcher nicht erkennbar…

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Auch im Gleis geben die Modelle den typischen Eindruck dieser „Mohrenkopfwagen“ wieder.

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Aus der Rangierersicht

Aus der Rangierersicht

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Meines Erachtens sind diese beiden Wagen, von denen es noch einige Farb- und Beschriftungsvarianten gibt, tolle Modelle, die jede Modellbahn bereichern. Den Wagen liegen noch Original-Kupplungen und Bremsschläuche zum Austauschen sowie eine kurze Anleitung bei. Wobei die Anleitung aussagt, dass es sich bei den Modellen um Maßstabs- und originalgetreue H0-Modelle handeln soll – na, da wollen wir mal nicht so päpstlich sein….

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Die Modelle sollen zur Baugröße H0 gehören...

Die Modelle sollen also zur Baugröße H0 gehören…

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Eines habe ich noch nicht erwähnt: Diese Staubgutwagen gab es beim Vorbild und auch im Modell mit anderen Puffern – sogenannten Hochleistungspuffern. Diese werden auch als Überhülsenpuffer oder Elefantenpuffer bezeichnet. Da mir diese Puffer nicht gefallen, habe ich auch kein Modell mit diesen Puffern gekauft.

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Soviel erst einmal zu den beiden Modellen von BRAWA…

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