Allerlei über Ladegüter und deren Sicherung (Teil 5)

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Im vierten Teil dieser Serie habe ich VW-Busse auf Flachwagen verladen und diese nur mittels Keile gesichert. Natürlich stellt sich die Frage, wie Fahrzeuge zu sichern sind, die schwerer sind? Im dritten Teil war etwas grundsätzliches zur Sicherung von Räderfahrzeugen zu lesen. Und darum geht es nun im Folgenden:

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Ich erstand auf einer regionalen Modellbahnausstellung einen Lf 16, also einen Feuerwehrwagen, von einem unbekannten Hersteller. Dieser sollte als Ladegut auf einem X05 von Lenz eingesetzt werden. Doch was passierte nach Verladung? Die Feuerwehr rollte hin und her…

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Die Feuerwehr ist nicht gesichert!

Die Feuerwehr ist nicht gesichert!

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Das gefällt mir nicht: Eine nicht gesicherte Ladung.

Das gefällt mir nicht: Eine nicht gesicherte Ladung.

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Also musste hier was passieren. Zuerst einmal nahm ich mir einen der schon bewährten Wagenböden von Zapf Modellbau vor. Auf diesen wollte ich die Keile kleben. Doch woher Keile nehmen? Warten, bis Zapf auf meine Bestellung reagierte, wollte ich nicht, also wurde ein Holzprofil auf der Proxxon-Kreissäge passend gesägt:

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Mit der richtigen Einstellung gelingt auch das.

Mit der richtigen Einstellung gelingt auch das.

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Als Ergebnis erhielt ich nach wenigen Minuten einen kleinen Haufen an Holzkeilen. Alternativ kann man auf die fertigen Holzkeile von Zapf zurückgreifen, sie sind sehr preisgünstig.

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Ein Haufen Keile...

Ein Haufen Keile…

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Nun ging es los:

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Im Bild fehlt nur noch der Holzleim...

Im Bild fehlt nur noch der Holzleim…

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Schnell waren die Keile auf dem Holzboden befestigt, der Feuerwehrwagen diente als „Schablone“:

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Aufgeklebte Keile...

Aufgeklebte Keile…

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...in der Draufsicht

…in der Draufsicht

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Passt!

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Die Achsen der Feuerwehr werden gesichert

Die Achsen der Feuerwehr werden gesichert

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Der beklebte Holzboden kann nun in den X05 eingelegt werden.

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Der eingelegte neue Wagenboden

Der eingelegte neue Wagenboden

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Wenn man nun die Feuerwehr auf den X05 stellt, dann macht das schon einen guten Eindruck:

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Sieht schon gesicherter aus...

Sieht schon gesicherter aus…

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Doch im vorigen Teil war zu lesen, dass so ein schweres Fahrzeug wie der Feuerwehrwagen zusätzlich verzurrt werden muss. Solch eine Verzurrung würde aber verhindern, dass der Feuerwehrwagen von der Holzplatte abgenommen werden könnte. Und das kam nicht in Frage! Also habe ich mir Gedanken gemacht, wie man die Verzurrung dennoch darstellen könnte. Die Lösung hieß Messingdraht und „so-tun-als-ob“.

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Im dritten Teil war dieses Bild zu finden:

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Es zeigte, wie die Verzurrung laufen könnte. Also habe ich den dünnsten Messingdraht, den ich finden konnte entsprechend gebogen und in passende Bohrungen in der Holzplatte eingeklebt.

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Der eingeklebte Messingdraht für die Vorderseite des Feuerwehrwagens

Der eingeklebte Messingdraht für die Vorderseite des Feuerwehrwagens

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Der Messingdraht steht nun hoch. Wenn der Feuerwehrwagen nun auf die Holzplatte gestellt wird, kann der Draht feinjustiert werden. Er wird so gebogen, dass er im Bereich der vorderen Lkw-Kupplung von unten unter die Stoßstange stößt.

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Für das Heck soll die gekreuzte Verzurrung nachgebildet werden.

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Die andere Form des Messingdrahts für das Heck

Die andere Form des Messingdrahts für das Heck

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Der hintere Messingdraht wurde wie im Bild zu sehen gekreuzt – der waagerechte Teil verschwindet unter dem Feuerwehrwagen und ist später nicht mehr sichtbar.

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Überblick über die komplettierte Holzplatte

Überblick über die komplettierte Holzplatte

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So sieht die Verzurrung an der Vorderseite des Feuerwehrwagens aus:

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Als wenn die Kupplung zur Verzurrung genutzt worden wäre...

Als wenn die Kupplung zur Verzurrung genutzt worden wäre…

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Und hinten sieht es so aus:

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Gekreuzte Verzurrung, oder?

Gekreuzte Verzurrung, oder?

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Den Messingdraht habe ich dann einfach mit einem Edding geschwärzt. Ich hatte keine Miniatur-Kette zur Verfügung, so dass der Messingdraht ein gangbarer Kompromiss – finde ich!

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Auf dem X05 sieht es nun deutlich besser aus:

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Nun ist der Feuerwehrwagen gesichert!

Nun ist der Feuerwehrwagen gesichert und kann rangiert werden!

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Damit schließe ich erst einmal diese kleine Reihe und hoffe, dass hier nützliche Tipps zu finden sind.

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Hier die Links zu den ersten vier Teilen:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Comments
3 Responses to “Allerlei über Ladegüter und deren Sicherung (Teil 5)”
  1. Frank Graeser sagt:

    Hallo Stefan,
    danke für die Mühe, die Du dir gemacht hast. Für mich sind die fünf Artikel sehr hilfreich.
    Viele Gruesse
    Frank

  2. Patrick sagt:

    Tolle Idee, besonders das man auf diese Art und Weise das Ladegut auf dem Wagen prima ändern kann

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  1. […] man mehrere Böden hat, leicht austauschbare Ladungen herstellen, die dann richtig gesichert sind. (Wie gesichert wird zeigt Stefan Panske auf seiner Homepage). Hier gehts zu den Holzböden im […]



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