Allerlei über Ladegüter und deren Sicherung (Teil 4)

Nachdem ich im Teil 3 dieser kleinen Reihe etwas über die Sicherung von Fahrzeugen, die auf eigenen Rädern verladen werden, geschrieben hatte, wurde es nun Zeit, das Ganze auch im Modell umzusetzen. In diesem vierten Teil beschreibe ich die Verladung zweier VW-Busse auf einen Flachwagen von Lenz.

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So sollte es aussehen: Zwei VW-Busse friedlich vereint auf einem Flachwagen. Die beiden Busse machten bei einer ersten Stellprobe einen passenden Eindruck.

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Zusätzlich zum Rungenwagen von Lenz und den beiden VW-Bussen aus meinem Fundus erstand ich bei der Firma Zapf einen Holzboden, der bereits passend für den Rungenwagen gelasert ist, und eine Tüte mit kleinen Vorlegekeilen (Artikel-Nummer 900150, 3,95€ für 50 Keile).

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Der Holzboden wurde mit einer dünnflüssigen Farbe gestrichen, damit der Boden sein Antlitz von frisch geschittenem Holz verlor.

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Eine erneute Stellprobe brachte als Ergebnis, wo die Busse hinterher genau stehen sollen:

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Nun ging es daran, die Keile anzubringen. Die einzelnen Keile habe ich einfach mittels schnellabbindendem Holzleims aufgeklebt. Natürlich habe ich vorher Maß genommen, also nachgesehen, wo das Rad des Busses stehen sollte und die Keile entsprechend an die richtige Stelle gesetzt.

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Im Bild ist zu erkennen, dass ich je einen Keil vor und hinter dem Rad sowie einen Keil auf der Innenseite des Rades vorgesehen habe. Der innere Keil wird so aufgeklebt, dass der steilere Teil zum Rad zeigt. Die beiden anderen Keile werden andersherum aufgeklebt, so dass das Rad auf der längeren Seite des Keils zu stehen kommt. Leider habe ich bei dieser Montage einen Denkfehler gemacht: Pkw sind eigentlich so niedrig, dass kein Verlademeister nach Abstellen des Pkw auf dem Güterwagen unter das Fahrzeug kriechen kann, um die inneren Keile aufzunageln! Die inneren Keile hätten nach außen gehört. Aber das habe ich erst bemerkt, als ich quasi fertig war. Die inneren Keile waren zu dem Zeitpunkt aber schon so fest geklebt, dass ich sie nicht mehr abbrechen konnte! Also habe ich dann am Ende noch weitere Keile außen vor die Räder geklebt – die inneren sieht man im Betrieb zum Glück nicht!

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So sehen die Keile für eine Achse aus:

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Und schon konnte Maß genommen werden:

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Und siehe da, der VW-Bus „passt“:

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So sehen die Keile für beide Busse aus:

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Natürlich musste erst noch eine Stellprobe gemacht werden: Passt!

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Und nun die fertige Platte in den Rungenwagen eingelegt:

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Und flugs die beiden Busse auf den Wagen gestellt:

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Auch die Stirnansicht vermag mir zu gefallen:

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Die außen nachträglich angebrachten Keile kann man auf dem vorherigen Bild sowie auf dem folgenden Bild gut erkennen. Ich habe die Rungen wieder eingesteckt, weil ich nicht wusste, wo ich die Rungen lassen sollte. Klassischerweise wurden Pkw auf Flachwagen und nur in Ausnahmefällen auf Rungenwagen verladen. Nun gut, im Betrieb fehlen dann die Rungen wieder.

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Ich habe nun noch an den VW-Bussen die Antennen abgeschnitten (Verladeverbot mit ausgefahrener Antenne!) und muss noch die Nummernschilder neutralisieren. Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass die Busse nicht verzurrt sind. Ich habe natürlich die Handbremse angezogen und den ersten Gang eingelegt, so dass keine Verzurrung erforderlich war! Näheres dazu kann im Teil 3 dieser Reihe nachgelesen werden.

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Hier die Links zu den ersten drei Teilen:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Comments
3 Responses to “Allerlei über Ladegüter und deren Sicherung (Teil 4)”
  1. Achim Bär sagt:

    Hallo Herr Panske,

    Wurden die Fahrzeuge denn mit Gurten und auch Plänen geschützt?

    Grüße aus Karlsruhe

    Achim Bär

    • eksnap sagt:

      Hallo Herr Bär,

      auch schon in der Epoche III wurden Fahrzeuge auf den Güterwagen eingepackt. Bekannt sind mir Bilder mit Kleinstwagen, quer zur Fahrtrichtung verladen, die in Folie eingepackt waren. Auch wenn die Verzurrung bei Wagen bis 1000 kg, die mit Handbremse und kleinstem eingelegten Gang gesichert waren, verzichtet werden konnte, wurden diese im Einzelfall auch verzurrt. Ob Gurte in der Epoche III schon Verwendung fanden, kann ich nicht sagen – gab es diese Gurte damals schon? Zumindest ab den 80er Jahren kann ich bestätigen, dass auch Gurte verwendet wurden – das habe ich selber gesehen.

      Hoffe, das hilft etwas weiter…

      Gruß vom Niederrhein
      Stefan

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  1. […] vierten Teil dieser Serie habe ich VW-Busse auf Flachwagen verladen und diese nur mittels Keile gesichert. Natürlich stellt […]



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