Bahnhof im Halbrelief

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In meinem Baubericht zum Bahnhof Altfeld sind zwei Halbreliefgebäude zu sehen: Das Empfangsgebäude und die Fabrik.

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Das Empfangsgebäude …

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… und die Fabrik.

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Doch wie baut man nun ein Halbreliefgebäude? Nun, das ist eigentlich ganz einfach erklärt: Genauso wie ein normales Gebäude!

Bei der Fabrik war es so, dass ich noch einige Bausätze der Firma Besig im Vorrat hatte. Aus diesen Bausätzen konnte man einständige Lokschuppen oder einen Güterschuppen bauen. Die Seitenwände dieser Gebäude bestanden aus einzelnen Wandelementen, die einfach aneinander geklebt wurden und die Klebestelle wurden mit „Säulen“ überdeckt – ein einfaches, aber sehr günstiges Vorgehen. Aus genau diesen Wandelementen hat mein Freund Peter nun diese Fabrik gebaut.

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Peter beim Bau der Fabrik.

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Die fehlende Rückwand hat Peter mit einer einfachen Konstruktion aus dünnen Holzprofilen ersetzt. Die Fabrik hat also eine Rückwand samt Zwischendecken aus Holz erhalten. Das war notwendig, da die Fabrik länger als 1 Meter ist und anders keine Stabilität zu erreichen war. Dafür sind die drei Dächer nicht festgeklebt, sondern nur aufgelegt. 

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Anders ist Peter bei dem Empfangsgebäude vorgegangen – hier hat er einen Bausatz des Empfangsgebäudes Krakow von Lenz genommen und vor der Montage wie folgt bearbeitet:

  • Die Seitenwände wurden vor der Montage mit einer Modell-Kreissäge entsprechend dem Vorhaben durchgesägt. Ein Dremel dürfte kaum zu geraden Schnitten führen, die Proxon-Kreissäge hat das geschafft.
  • Auch die Dachbauteile wurden entsprechend gekürzt.
  • Das Gebäude wurde ansonsten nach Anleitung zusammengeklebt.
  • Es gibt keine Versteifungen oder Rückwände im Gebäude-Innern!

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Das Empfangsgebäude von hinten

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Die Rückansicht zeigt eindeutig, dass das Relief-Empfangsgebäude keine Zwischendecken hat und auch keine Rückwand benötigt.

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Von Nahem ist zu erkennen, dass die normalen Verklebungen ausreichende Stabilität geben – und das in Verbindung mit den stabilen Bauteilen aus dem Lenz-Bausatz.

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Das Bahnhofsgebäude selbst hat heute eine Tiefe von 5 bis 7,5 cm und steht stabil. Natürlich ist es jetzt noch möglich, Zwischendecken samt Inneneinrichtungen einzubauen – vielleicht mache ich das mal in Verbindung mit einer Beleuchtung (noch eine Idee für die Zukunft)!

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Soviel heute zum Thema der Halbreliefgebäude. Mir ist beim Schreiben dieser Zeilen nun aufgefallen, dass ich ja nun noch ein halbes Empfangsgebäude in der Bastelkiste schlummern habe… Mal sehen, was ich damit mache!?!?

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Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass mein Freund Jürgen das Empfangsgebäude mit seiner Airbrush bearbeitet hat – danke dafür! Hier das Ergebnis:

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Comments
3 Responses to “Bahnhof im Halbrelief”
  1. Frank Graeser sagt:

    Hallo Stefan,
    was ist das für ein(e) schnuckeliges Stellwerk / Blockstelle?

    Viele Gruesse
    Frank

  2. Frank Graeser sagt:

    Danke Stefan für die ausführliche Darstellung. Dies ist für meine eigene Umsetzung sehr hilfreich. Ich hatte erst vor, das Gebäude zu halbieren. Die Bilder zeigen eindeutig, dass man auch schmaler bauen kann und trotzdem eine gewisse Tiefe nicht verliert.
    Dazu trägt, meine ich zumindest, auch der Air-Brush bei. Kompliment!
    Viele Grüsse und weitere Artikel.
    Frank

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