Erstellen von Ätzzeichnungen – meine Erfahrungen und mein Werdegang

.

Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich früher immer den Kunststoffmodellbau bevorzugt habe. Grund dafür war, dass ich das Bearbeiten von Messingblechen als mühselig empfand und es auch nicht beherrschte. Weiter stand da immer das Thema mit dem Löten an…

.

Verschiedene Spur 0er haben in den letzten Jahren versucht, mir das Löten bei zu bringen – mit, hm, wie nenne ich es mal, durchwachsenem Erfolg. Ich weiß, wie es geht (theoretisch!) und manchmal klebe ich auch die Messingteile nicht nur mit Lötzinn zusammen, sondern verlöte sie sogar. Aber das ist nun nicht das Thema!

.

Zurück zur Bearbeitung von Messingblechen. Ich habe schon immer die Modellbauer bewundert, die sich einfach ein Messingblech und eine Säge nehmen und nach Ende der Sägerei liegen tolle Modellbauteile vor denen, die nur noch zusammengelötet werden müssen. Meine Laubsäge hat sich jedenfalls bei meinen Versuchen des Sägens immer bemüht, mir mitzuteilen, dass ich nicht der richtige Bediener der Säge sei… Daraus habe ich schon in den 80ern die Konsequenzen gezogen und Messing links liegen gelassen.

.

Doch dann kam ein Clubkollege auf die Idee, sich eine kleine Ätzanlage zu beschaffen. Es war eine Küvette mit Luftpumpe, in das ein Blech hineingehängt werden konnte. Als eines Sonntags meine Frau wegen Migräne ausfiel, kam es mir in den Sinn, einfach mal einen Ätzfilm zu zeichnen. So entstand mein erster Ätzfilm. Damit konnte ein Umbausatz für die Fleischmann-Magic-Train-Dampflok hergestellt werden, das Ergebnis war dann eine Kastendampflok, die ich hier näher vorstelle….

.

.

So sieht ein perfekt gebautes Modell "meiner" Kastenlok aus - natürlich nicht von mir zusammengebaut, sondern ein Freund ist der glückliche Erbauer und Besitzer

So sieht ein perfekt gebautes Modell "meiner" Kastenlok aus - natürlich nicht von mir zusammengebaut, sondern ein Freund ist der glückliche Erbauer und Besitzer

.

Nun machte ich natürlich weiter und als „Fingerübung“ entstand eine kleine Bahnmeisterkiste – der Zeichenaufwand dafür betrug noch nicht einmal anderthalb Stunden – wenn man das Ausmerzen der Flüchtigkeitsfehler mal außer Acht lässt:

.

Hier mal das Ergebnis eines Löt-Workshops - eine Kiste habe sogar ich zusammen gelötet bekommen!

Hier mal das Ergebnis eines Löt-Workshops - eine Kiste habe sogar ich zusammen gelötet bekommen!

.
Weiter ging es dann mit etwas Größerem, einen Klv 50 samt Anhänger Kla 01. Dieses Modell wurde ohne Anhänger dann von der ARGE Spur 0 als Bausatzaktion übernommen und in einer Auflage von mehr als 250 Exemplaren geätzt und verkauft:

.

Auch mit dem Anhänger Kla 01 macht der Klv 51 eine gute Figur!

Auch mit dem Anhänger Kla 01 macht der Klv 51 eine gute Figur!

.

In der Folge gab es viele kleine und größere Sachen, die ich gezeichnet habe und die dann geätzt wurden – die Konstruktion macht mir sogar Spaß (wenn nur das Löten danach nicht wäre… )

.

Aber dem Löten habe ich ein Schnippchen geschlagen und mein letztes größeres Teil nicht gelötet, sondern geklebt!😀 Das geht natürlich auch! Was es war? Nur ein Behältertragwagen auf Basis des RaiMo-G10-Fahrwerks:

.


Allerdings sind noch Klebespuren zu sehen, aber die schwarze Farbe wird das noch gnädig verdecken...

Allerdings sind noch Klebespuren zu sehen, aber die schwarze Farbe wird das noch gnädig verdecken...

.

Als mich mal ein Spur 0er  nach meinen Erfahrungen beim Ätzfilmzeichnen fragte, habe ich mir gedacht, dass ich diese doch einfach mal niederschreiben und veröffentlichen sollte. Für den weiter oben schon genannten Löt-Workshop habe ich damals eine Präsentation geschrieben, die ich umgewandelt und mit mehr Text versehen habe. Hier findet Ihr den Link dahin:

Echt ätzend – eine kleine Anleitung zum Einstieg in die Ätztechnik

.

Hier auch eine Fortsetzung, die Tipps und Kniffe zum Thema „Anätzungen für Knickkanten“ enthält:

Echt ätzend – Tipps und Kniffe

.

Zu guter Letzt habe ich mal den Lohnätzer Jürgen Moog (Omobau) besucht und das Ätzen von Messingblechen mit der Kamera begleitet. Die Fotoreportage, die den Workflow von Jürgen Moog zeigt, bildet den dritten und vorerst letzten Teil meiner Beiträge zum Thema „Ätzen“:

Wie wird geätzt? Ein Besuch beim Lohnätzer

.

So, das war nun in Kürze ein Einblick in meine „Ätz-Geschichte“ – ich würde mich freuen, wenn dieser Bericht und auch meine verlinkten Beiträge bei dieser Thematik motivierend wirken und ein paar neue „Ätz-Zeichner“ in unseren Reihen zu finden sein werden!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: