V160: Digital-Tipps

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Die neue V160 von Lenz ist wie bekannt mit Digital-Decoder und -Sound ausgerüstet. Nach Aufstellen der Lok auf der Anlage und Inbetriebnahme zeigte sich, dass die Lok sehr laut war (ich berichtete hier darüber). Also war eine der ersten Handlungen, die Lautstärke anzupassen, damit die treusorgende Ehefrau eine Etage höher nicht durch den sonoren Motorsound gestört würde.

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Problem bei der Soundprogrammierung

Bekanntermaßen kann bei Lenz-Loks die Lautstärke über die CV 902 eingestellt werden. Der Wert 255 in der CV 902 bedeutet, dass die Lok so laut wie möglich eingestellt ist. Der Wert 0 bedeutet Stille. Mit diesem Wissen flugs die Steuerung gegriffen und der CV 902 einen genehmeren Wert (50) verpassen und „gut“ ist. Gesagt, getan. Ein Druck auf F4 ließ mich nun zusammen zucken: Statt des leiseren Horns schallte selbiges mir mit unreduzierter Lautstärke entgegen. Hatte ich mich vertippt? Also gleich noch einmal die CV 902 mit dem Wert 50 programmiert – aber vergebens: Das Ergebnis war und blieb eine zu laute Lok. Auch der Versuch, das bekannte Kuppelgeräusch auf die Funktionstaste 2 zu legen, damit parallel zum Entkuppeln dieses Geräusch ertönt, scheiterte (Wert 4 in CV 905 programmieren).

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Workaround zur Problemlösung

Durch Zufall erfuhr ich, dass es einen Workaround gibt, der das Problem löst! Der in der Lok verbaute SUSI-Sounddecoder hat genau wie selbiger der BR 64 aus gleichem Hause CV, die quasi doppelt belegt belegt sind. Diese doppelten CV tragen in den CV-Listen zusätzlich den Großbuchstaben A – bspw. CV933 und CV 933A. Diese CV mit Großbuchstabe A sind in einer sogenannten „Bank 1“ zusammengefasst. Um diese Bank 1 anzusprechen, muss diese erst aktiviert werden. Dazu wird in der CV1021 der Wert 1 eingegeben. Wenn danach bspw. die CV 933 angesprochen wird, wird tatsächlich die CV 933A aus der Bank 1 angesprochen. Um wieder auf die normalen CV zugreifen zu können, wird durch Eingabe des Wertes „0“ in die CV 1021 die Bank 1 wieder geschlossen.

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Und nun zum Workaround: Nachdem man einmal die Bank 1 geöffnet und geschlossen hat, lassen sich die Sound-CV der V160 ganz normal programmieren! Also einmal den Wert „1“ in die CV 1021 einprogrammiert, direkt danach den Wert „0“ in die CV 1021 und die anschließende Änderung der Lautstärke war erfolgreich!

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Änderung der Lautstärke

Die Lautstärke kann über die CV 902 geändert werden. Wert 255 bedeutet volle Lautstärke, Wert 0 bedeutet Stille.

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Kuppelgeräusch auf F2

Durch Eingabe des Wertes „4“ in die CV 905 wird das Kuppelgeräusch auf die Funktionstaste F2 programmiert – es ertönt nun parallel zum Entkuppeln.

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Vertauschen des hohen und des tiefen Horns

Da ich das tiefe Horn schrecklich amerikanisch finde, habe ich die beiden Hörner vertauscht und schalte mit F4 das hohe Horn und mit F7 das tiefe Horn. Dazu habe ich in die CV 907 den Wert 1 und in die CV 910 den Wert 2 programmiert.

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Dimmen des Spitzensignals (weiß)

Das Spitzensignal war mir im Lieferzustand entschieden zu grell bzw. hell. Die CV 55 regelt die Helligkeit des Spitzensignals. Die Werkseinstellung ist 128, jeder kleinere Wert lässt das Spitzensignal weniger hell bzw. grell erscheinen.

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Dimmen des Schlusssignals (rot)

Das Schlusssignal war mir im Lieferzustand entschieden zu grell bzw. hell. Die CV 56 regelt die Helligkeit des Schlusssignals. Die Werkseinstellung ist 128, jeder kleinere Wert lässt das Schlusssignal weniger hell bzw. grell erscheinen.

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Umschalten der Lautstärke mit F12

Besonders interessant finde ich die Möglichkeit des Decoders, die Lautstärke mittels Funktionstaste zwischen zwei Einstellungen umzuschalten! Dazu habe ich die Funktionstaste 12 so programmiert, dass die Lok bei eingeschalteter F12 laut ist und bei ausgeschalteter F12 leise. Zur Programmierung dieser Komfort-Funktion muss erst die Bank 1 geöffnet werden (Wert „1“ in CV 1021 programmieren). Danach wird in die CV 902A der laute Wert einprogrammiert (CV 902 anwählen und mit lautem Wunschwert programmieren – durch vorherige Öffnung der Bank 1 wird dadurch die CV 902 A programmiert!). Nun wird die Bank 1 wieder geschlossen (Wert „0“ in CV 1021 eingeben). Um die Umschaltung zu aktivieren, wird nun der Wert „88“ in die CV 915 eingegeben. Ab sofort ist Lok bei aktivierter F12 laut und bei deaktivierter F12 leiser!

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Anmerkung zur CV 1021, wenn die verwendete Zentrale diese CV nicht ansprechen kann

Wenn die verwendete Zentrale die CV 1021 nicht direkt ansprechen kann (Bspw. LH90 von Lenz), muss man sich mit der CV 126 und CV 127 behelfen. Dazu wird in die CV 126 erst der Wert „221“ einprogrammiert. Anschließend kommt in die CV 127 der Wert „1“ eingegeben und die Bank 1 ist geöffnet. Zum Schließen der Bank 1 wird dann einfach wieder in die CV 126 der Wert „221“ eingegeben und anschließend der Wert „0“ in die CV 127 (Faustregel: CV – 800 in die CV 126 eingeben und den Zielwert anschließend in die CV127 – das funktioniert auch mit CV 902 usw. Wobei Lenz-Handregler alle CV bis 999 direkt ansprechen können).

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Zusammenfassung:

Alle Sound-CV (also CV 902 und höher) ließen sich bei mir nur im POM-Modus programmieren!

In dieser Tabelle habe ich die Daten mal zusammengefasst:

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Passende Links:

Anleitung zum Sound der BR 64, passt aber grundsätzlich auch zur V160

Bedienschema LH 90

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Zum Schluß noch einen Dank an Lutz für die Unterstützung!

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