Enttäuschung beim Bau eines Gleisübergangs – Paulo-Bausatz 45B37

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Damit der Stellwerker in meinem Bahnhof Altfeld sicher zu seinem Arbeitsplatz, dem Stellwerk, kommen kann, wollte ich ihm einen Holzbohlen-Gleisübergang samt Drängelgitter bescheren. Der Besuch der Ausstellung anlässlich der JHV der ARGE Spur 0 in Wismar in diesem Jahr brachte es mit sich, dass ich dort den Stand der Firma Paulo fand.

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Als ich an diesem Stand war, fiel mir ein, dass das Spurnull-Magazin vor kurzem über neue Drängelgitter von Paulo berichtete. Also gesucht, gefunden und zum Preis von 12,50 € gekauft! Das Schaudiorama mit diesem Drängelgitter zeigte, dass Paulo auch einen Gleisübergang aus Holzbohlen für 5,75 € im Sortiment hat. Diesen Bausatz habe ich auch mitgenommen.

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Da mir mein Stellwerker keine Ruhe ließ, sollte es heute losgehen. Also schnell eine Stelle für den Überweg ausgesucht und mit dem Packungsinhalt geprüft, ob es passt.

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Das waren die beigelegten Kleinteile – wichtig sind die Keile, die bei herunterhängenden Kupplungen vermeiden sollen, dass sich diese am Bohlenweg verfangen und Unheil anrichten.

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Dann legte ich das Innenteil zwischen die Schienen und ein Keil daneben gab einen ersten Eindruck vom Ergebnis:

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Doch was war das? Stimmt da die Rillenweite? Wieso liegt das Innenteil so hoch, dass es über die Schienen rausragt? Also schnell ein nicht verbautes Lenz-Gleis genommen und eine Passprobe gemacht:

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Ergebnis: Das Innenteil ist nur 26 mm breit und sorgt somit für Rillen zur Schiene mit einer Breite von 3 mm auf jeder Seite! Das ist mir entschieden zu viel, insbesondere da selbst die NEM Rillenmaße von 1,7 bis 2 mm nennt und mir deswegen 3 mm wirklich zu viel sind! Das ist zwar nur ein Millimeter, aber mich störte die Optik.

A propos Optik: Nachmessen bestätigte meinen ersten Eindruck: Das Innenteil ist so dick, dass es 0,4 mm über  die Schienenoberkante ragt! Das ist „Gift“ für eine Schienenreinigung, also aus diesem Grund nicht akzeptabel! Und da wir gerade bei der Optik sind: Mir fiel nun auf, dass die Bohlen des Holzwegs sehr massiv wirken. Ein Nachmessen brachte es an den Tag: Die einzelnen Bohlen sind 3 mm dick, was umgerechnet einer Bohlenstärke von 13,5 cm entspricht. Aua, so schwer sind Eisenbahner nun auch nicht, denn in Natura sind diese Bohlen etwa 35 bis 50 mm dick – im Modell würden also Holzstreifen mit 1 mm Dicke ausreichen! Und das hat auch Auswirkungen auf die Optik.

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Das reichte mir nun, ich war „bedient“. Okay, der Bohlensatz war nicht sehr teuer, aber ich war dennoch etwas enttäuscht und habe beschlossen, mir einen eigenen Bohlenweg zu bauen! Davon mehr, wenn ich soweit bin!

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Doch was ist mit dem Drängelgitter? Nun, das habe ich gar nicht mehr ausgepackt, aber nicht, weil es mir nicht mehr gefiel, sondern damit alles beisammen bleibt!

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Diese Packung beinhaltet vier Drängelgitter, die einfach zu montieren sind: Löcher bohren und Gitter mit einem Tropfen versehen einstecken. Fertig! Ich überlege derzeit, ob es Sinn macht, auf die Suche nach den Maßen eines echten Drängelgitters zu gehen oder ob ich einfach mit meinem Stellwerker als Maßstab einen gutaussehenden Abstand suchen soll? Mehr dazu, wenn ich soweit bin!

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