Einfache Dreipunktlagerung

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Manche Lokomotiv-Modelle im Bereich der Spur O, insbesondere die zweiachsigen, sind in mindestens einem Punkt stark verbesserungswürdig ist: Beide Achsen der Lok sind starr gelagert, dementsprechend ist eine Allradauflage, welche bei einer zweiachsigen Lok aus Gründen der Betriebssicherheit zwingend erforderlich ist, nicht immer gewährleistet.

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Bei meinem Modell der V45 zeigte sich, dass beide Achsen gleich gelagert sind: Sie laufen in Messingbuchsen, welche in den Rahmenwangen eingelötet werden.

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Für die gewünschte Dreipunktlagerung gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Einbau einer Wippe auf einer Seite des Rahmens. Dazu müssen die zwei Lagerbuchsen auf der gewählten Seite in die Wippe eingebaut werden und der Rahmen mit zwei Langlöchern versehen werden. Weiter muss ein Lager für die Wippe eingebaut werden.
  • Abstützung der hinteren Achse (die vordere Achse eignet sich aufgrund des Motors nicht für den Umbau) in der Mitte und Aufweitung der Rahmenlöcher zu Langlöchern, die Messingbuchsen gleiten dann in den Langlöchern.

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Die zweite Variante scheint mit weniger Aufwand realisierbar zu sein, so dass diese umgesetzt wurde.

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Ein Clubkollege fertigte dafür eine Stütze aus Nylon (siehe Skizze), welche einfach unter das Deckblech des Fahrwerkrahmens geschraubt wird.

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Eine Ausrundung entsprechend des Achsdurchmessers stabilisiert die Achse.

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Im Rahmen werden die Löcher, in welche die Lagerbuchsen eingelötet werden sollen, um jeweils maximal einen Millimeter nach oben und unten aufgeweitet. Die Lagerbuchsen laufen nun auf der Achse, ohne im Rahmen befestigt zu sein und sorgen mit den serienmäßigen Unterlegscheiben dafür, dass die Achse nicht zuviel Querspiel hat.

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Eine Anpassung ist noch erforderlich: Die Resindeckplatte des Rahmens meiner V45 muss für die beiden Schraubenköpfe ausgenommen werden. Das ist ggf. bei anderen Modellen auch erforderlich.

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Ergebnis: Eine einfache Methode, mit der eine zweiachsige Lokomotive, die nun eine sichere Dreipunktlagerung besitzt, betriebssicherer gemacht werden kann.

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Comments
3 Responses to “Einfache Dreipunktlagerung”
  1. Dr.Rolf-Peter Standfuß sagt:

    Hallo Herr Panske,

    wie bohrt man die Löcher in den Kunststoff? Reichen ganz normale HSS-Bohrer aus oder muß die Schneide des Bohrers anders angeschliffen werden? Wie tief sollte die Bohrung für die Befestigungsschauben sein, und mit welchem Bohrerdurchmesser sollte das Innengewinde bei Nylon vorgebohrt werden?
    Das war übrigens eine tolle Idee zur Laufverbesserung der V 45.

    • eksnap sagt:

      Hallo Herr Dr. Standfuß,

      ups, da erwischen Sie mich, den Hobby-Bastler, auf dem linken Fuß! Ich habe einfach einen Bohrer genommen, einen aus der Bastelkiste. Und der Durchmesser war so, dass ich einfach ein Gewinde reinschneiden konnte. Da es Kunststoff war, ging es einfach. Sorry, aber das war gebastelt und gehandwerkelt!😉

      Gruß,
      Stefan

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  1. […] nicht besonders war, haben wir uns entschlossen die hintere Achse mittig zu lagern (wie hier beschrieben wurde), um einen besseren Schienenkontakt […]



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