Neu bei BRAWA: Der Omm52

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BRAWA stieg 2011 in den Spur-0-Markt ein und “brachte” mit dem Omm52 quasi einen “Volkswagen der Schiene” auf selbige. Diesen Titel hat dieser offene Güterwagen in Anlehnung an Titel des VW-Käfers aufgrund seiner für Güterwagen hohen Stückzahl erhalten. Der Omm52 war Anfang der 50er Jahre eine  logische Weiterentwicklung der offenen Güterwagen nach (damals) modernsten Baugrundsätzen. Der Rahmen bestand aus Hohlprofilen und war komplett geschweißt. Der Aufbau bestand aus Stahl und der Fußboden bestand zwischen den Langträgern aus Holz, während der äußere Teil des Fußbodens aus Stahl bestand. Der Omm52 war robust und wurde für Schüttgüter aller Art verwendet. Die Bleche der Seitenwände, die ohne weitere Rungen zwischen der Eckrunge und der Türrunge auskamen, waren trotz der beiden Falze langfristig nicht sehr stabil und neigten dazu, auszubeulen. Insbesondere an älteren Wagen konnte man diese Ausbeulungen sehr gut sehen. In den 70er Jahren begann der Stern dieser Wagen zu sinken, die ersten Ausmusterungswellen lichteten den Bestand. Bis Ende der 80er waren die Omm52, seit 1968 als E037 bezeichnet, im Einsatz zu sehen, am Schluss wurden die letzten Exemplare für Zuckerrüben verwendet (und als E017 bezeichnet).

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Kommen wir zum Modell:

Da es an anderer Stelle bereits Maßvergleiche gegeben hat, verzichte ich hier auf eine genauere Vermessung und stelle den Omm52 mehr in Bildern vor.

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Wie alle BRAWA-Wagen wird der Omm52 in einer recht großen gelben Box geliefert.

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Im Innern der Box liegt der Wagen sicher geschützt und kann nach Abheben des durchsichtigen Deckels einfach entnommen werden.

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Auf dem Gleis macht der Omm52 einen sehr guten Eindruck:

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Die Anschriften des Omm52 sind sehr sauber und vorbildgerecht ausgeführt worden.

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Auch die andere Wagenhälfte sieht sehr gut aus:

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Schauen wir uns nun mal den Türbereich an:

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Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass der Bügel, der über beide Türflügel reicht und die Türen verriegelt, leider in der Mitte geteilt ist. Das wurde gemacht, um mit wenig Aufwand eine öffenbare Tür zu ermöglichen.

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Die Innenseiten der Türen sind vorbildgerecht profiliert, allerdings fallen die kreisrunden Ausdrücker-Abdrücker deutlich ins Auge.

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Ein Blick von schräg oben zeigt, dass der geteilte Bügel deutlich sichtbar ist. Auch fällt aus dieser Perspektive auf, dass der untere Riegelhebel angespritzt ist und deswegen sehr massiv wirkt.

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Zum Schluss noch ein Blick unter den Wagen:

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Den “Fachleuten” wird auffallen, dass einige Luftleitungen fehlen, aber das wesentliche ist nachgebildet. Sehr schön ist, dass der Wagenboden Braun lackiert ist und sich in dieser Perspektive deutlich vom Fahrwerk abhebt.

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Der Omm52 ist mit der neuen BRAWA-Kupplung ausgerüstet. Diese Kupplung ist zur Lenz-Kupplung kompatibel, kuppelt aber aufgrund der schmaleren Ausführung nicht in Kurven.

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Im Vergleich zu den Lenz-Güterwagen wirkt der Omm52 sehr leicht. Ein Blick auf die Waage zeigt aber, dass die Vorgaben der NEM zum Gewicht von Güterwagen eingehalten wurden.

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Mein Fazit: 

BRAWA hat mit dem Omm52 ein sehr schönes Modell auf die Gleise gestellt, welches auf dem aktuellen Stand der Fertigungstechnik ist. Einzig die Ausführung der oberen und der unteren Türverriegelung gefällt mir nicht, aber dafür gibt es ja bereits Austauschbauteile von Paul Petau.

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